Dieser Lauf war ein echter Lauf der Superlative und hatten wir durch den Tiefschnee eine Herausforderung, wie wir sie schon gar nicht mehr gekannt haben.
Nur der harte Kern bestehend aus Manuela Klammer, Reinhard Schmidt, mir selbst und wieder begleitet von meiner treuen vierbeinigen Laufgefährtin Nala traute sich diese Challenge, die uns durch unberührte Schneelandschaften oberhalb von Göss mit bis zu 30 cm herrlichstem Neuschnee geführt hat, anzunehmen und auch bravourös durchzustehen.
Durch die hohe Schneelage war ein derart sicherer Untergrund vorhanden, dass die Angst, die Grödeln auflegen zu müssen, bis auf einen ganz kurzen Bergab Bereich, total unbegründet war.
Reinhard opferte sich für uns als Spurenleger und so konnten wir uns hinten nachlaufend in seine „Fußstapfen“ treten und hatten es dadurch natürlich wesentlich leichter als er.
Da wir nicht sicher waren, was so alles auf uns zukommen würde, wählten wir eine Runde, die uns bestens bekannt war und schon oftmals, wenn vielleicht nur mit leichten Abweichungen und Verlängerungen von uns gelaufen wurde.
So starteten wir vom ADEG Kurzmann Parkplatz in Richtung Steigtal Göss um danach gleich nach der S6 Unterführung links weiter bis zur nächsten Kreuzung, bei der wir genau die 1000 Meter Marke erreicht hatten, die Richtung nach rechts zu ändern.
Dass wir wie gewohnt Steigungen zu bewältigen hatten, brauche ich glaublich nicht extra zu erwähnen und ab dieser Kreuzung begann es nicht nur langsam immer steiler zu werden, sondern nahm auch stetig die Höhe der Neuschneemenge zu.
Es war aber traumhaft in dieser Schneemenge emporklettern zu dürfen und bei KM 2,3 bogen wir beim Missethon Denkmal nach links ab um die Forststraße bis zur nächsten größeren Kreuzung auf Höhe des ehemaligen Gehöfts Holzer und dort gekennzeichneten Hubschrauberlandeplatzes zu gelangen.
Da die Strecke schwierig genug war verzichteten wir dieses Mal auf die sogenannte „Holzerrunde“, ersparten uns damit etwa 800 Meter und liefen rechts weiter bis wir die nächste große Kreuzung beim „Bankerl“ erreicht hatten.
Rechts weiterlaufend konnten wir die herrliche Aussicht in den Schladnitzgraben genießen und folgten jetzt einige KM auf denen die höchste Schneelage und auch der höchste Punkt am Prettachberg bewältigt werden musste/konnte/durfte.
Aber auch hier wurde nicht über die zusätzliche Anstrengung gejammert, da die Freude über dieses ja fast schon selten gewordenes Naturereignis – ja fast schon Naturwunder mit so einer Schneemenge in unserer Region – alles überwiegt hat.
Um nicht in den Schladnitzgraben, sondern wieder nach Göss zu kommen, mussten wir nach 7 KM rechts runter in Richtung Rinnerkreuz abbiegen und die folgenden Serpentinen mit teilweisen Glatten Stellen runterlaufen.
Das starke Gefälle gleich zu Beginn dieses Teilstückes war ein echtes Kriterium und mussten wir ganz schön aufpassen um nicht auszurutschen.
Außer Reinhard, für den hatte dieses Gefälle anscheinend überhaupt keine Schwierigkeit bedeutet und mussten wir ihn die letzten KM runter ins Tal ziehen lassen um ihn nicht einzubremsen.
Bei der Forststraße, die parallel zur S6 entlang führt angelangt entschieden wir uns die Strecke zum Kreisverkehr bei der S6 Einfahrt Leoben West auf Höhe der Novopan zu nehmen, da die Forststraße inzwischen derart aufgetaut war und wir nach dieser schönen Winterlandschaft im Schnee nicht die letzten 1,5 KM im knöcheltiefen Morast zurücklegen wollten.
Ein wunderbares Laufereignis von ca. 2 ½ Stunden über 11.640 Meter unter Bedingungen, wie wir sie wohl nur selten erleben können und dankbar dafür, dass wir dieses erleben durften wird uns wohl lange in Erinnerung bleiben.










