Trotz der großen Weihnachtsfeier, die wir am selben Tag um 16:00 Uhr in unserem Clubgebäude im PSV Stadion durchführten, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen schon am Vormittag mit gewohntem Start um 09:00 Uhr unseren traditionellen Sonntagslauf vorzunehmen.
Mit dem Laufen einer unserer beliebtesten Rundkurse, der zwar ein echter Klassiker unter unseren Strecken ist, aber durch seine Länge von über 16 KM auch etwas abschreckend und den wir Brandgrabenrunde bezeichnen, wäre es gelogen, von einem Schonprogramm zu sprechen.
Da ja die Festlichkeiten größtenteils vom selben Publikum organisiert und durchgeführt wurden, war es sicherlich eine ganz schöne Doppelbelastung, die wir aber gerne im Zuge der Gemeinschaft auf uns genommen haben.
Ich hoffe aber, dass ich der einzige war, dem am späten Abend, nachdem bereits wieder alles vorbei war, so gegen 22 Uhr sehr unangenehme Krämpfe gleich an mehreren Stellen eingeschossen sind.
Diese Krämpfe haben es geschafft, mich ganz brav die ganze Nacht zu begleiten und haben mich bis zum frühen Morgen auch nicht im Stich gelassen.
Nicht im Stich gelassen haben mich auch Manuela Christandl, Ursus Goldbacher, Reinhard Schmidt, meine 4- beinige Begleiterin Nala und auch Jörg Galle, der beim Tiergehege Holzhof in Lerchenfeld zur Überraschung aller, erst unterwegs ins Laufgeschehen eingestiegen ist.
Jörg, der uns ja schon viele Jahre lang mit hunderten ganz tollen Aufnahmen beglückt, hat auch sofort wieder seine Handy-Kamera gezückt und uns schon vor der herzlichen Begrüßung – sozusagen mit versteckter Kamera – ins Bild gebracht.
Dass sich die Anzahl der Teilnehmer im bescheidenen Rahmen gehalten hat, war aber nicht nur der Angst vor der langen Strecke, sondern auch dem Umstand, dass einige von uns an Benefizläufen teilgenommen haben, einige leider auch grippalen Infekten zum Opfer gefallen sind und auch Urlaube, die bis nach Neuseeland ins Reich der Hobbits in die Welt der Mittelerde, geführt haben, geschuldet.
Für uns Teilnehmer war es wie fast immer ein Traumlauf und kann auf den Fotos in der Anlage nur erahnt werden, wie schön diese Strecke und der Lauf selbst gewesen sind.
Wir liefen vom PSV Stadion zum Holzhof vor dem Steinbruch in Lerchenfeld um beim ersten Schranken gegenüber dem Tiergehege mit einem großen Teich und in dem nicht nur Gänse und andere heimischen Tiere ein schönes Leben verbringen, sondern auch zwei recht zutrauliche Emus ihr Leben fristen dürfen, nach links abzubiegen.
Es dauerte nicht lange und wurde von uns eine weitere immer wieder gerne besuchte Stelle am rechten Rande der Forststraße, ein mit viel Liebe angelegtes Zwergendorf mit einer intakten kleinen von einer Quelle betriebenen Mühle versehen, erreicht und da wir dort schon so viele Aufnahmen angefertigt haben, verzichteten wir dieses Mal auf Fotos von dieser schönen Anlage.
Diesen Forstweg blieben wir noch für einige KM treu bis wir den Brandgraben an der Grenze zu Niklasdorf erreichen konnten und wir einen schon bekannten langen und fast gefürchteten Anstieg vor uns hatten.
Wenn auch langsam, aber doch durch unsere ständigen Läufe konditionell durchtrainierten Körper ganz gut in Schuss, konnten wir auch diesen Teil der Strecke bestens hinter uns lassen.
Mit links seitlichem Blick auf die Mugel und einige Häuser erreichend, bogen wir bei einem weiteren Schranken rechts ab und ab hier ging es wieder in Richtung Leoben zurück.
Auch wenn es jetzt wiederum länger bergauf gegangen ist, war dieser langgezogene Anstieg nicht mit dem zuvor vergleichbar und wesentlich leichter zu bewältigen.
Mit großer Freude erreichten wir den ersten von mehreren Brunnen und Wasserstellen, die entlang dieser Strecke liegen und auch wenn das Wasser bei dieser Quelle von hervorragender Qualität ist, war es uns Läufer, wie meiner Hündin zu kalt um es bei diesem Lauftreff trinken zu wollen.
Jede dieser Wasserstellen ist es Wert, dass man kurz anhält und sich die Umgebung näher ansieht, da diese Stellen auch zum Rasten einladen und meist eine ganz besondere, zum Teil fast leicht mystische Ausstrahlung besitzen, die nur schwer zu beschreiben ist und einfach erlebt werden muss.
So zieht sich die Forststraße durch den Umstand, dass man sich ständig mal weiter und mal wieder näher von den öffentlichen Straßenzügen und Gebieten entfernt, doch etwas dahin ehe der Bereich um die Pampichlerwarte und dem Lutzbründerl erreicht werden kann.
Mit einem Abstecher zum Aussichtsturm der Pampichlerwarte und noch einmal die tolle Aussicht genießend entschieden wir uns spontan dieses Mal nicht zum Lutzbründerl weiter, sondern den Franz Josef Steig runterzulaufen.
Bei der großen Kreuzung nach dem Steig teilten wir uns in zwei Gruppen auf und lief die eine Gruppe gleich den Hohlweg nach Nennerstorf runter und ich begleitete noch Jörg in Richtung Massenburg um aber auch noch vorzeitig über Nennersdorf zum Stadion zurückzulaufen.
Auch wenn wir letztendlich froh waren wieder das Ziel erreicht zu haben, war es einfach wie immer ein herrliches Lauferlebnis mit bleibenden Erinnerungen daran.
























